DSC_7917_web 17 Februar 2016

Managementsysteme begünstigen eine stärkere Nutzung der verschiedenen Ressourceneffizienzmaßnahmen

Laut eigener Einschätzung von Industriebetrieben können durchschnittlich 14% des Energiebedarfs und 6% des Materialverbrauchs in der Produktion eingespart werden.

Für Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes ist eine ressourcenschonende Produktion in erster Linie mit Kosteneinsparungen und daher mit Wettbewerbsvorteilen verbunden. Zur Ausschöpfung von Ressourceneinsparpotenzialen stehen bei den Betrieben bislang vor allem technische Lösungen im Vordergrund. Die mögliche Rolle und der Beitrag organisatorischer Rahmenbedingungen und Maßnahmen bei der Ressourceneffizienz in der Produktion wurden kaum betrachtet. Das wiegt umso schwerer, da gerade solche Maßnahmen für kleine und mittlere Betriebe einen vergleichsweise kostengünstigen, aber dennoch wirkungsvollen Stellhebel darstellen.

Fehlende Strukturen und Transparenz im Unternehmen können dazu beitragen, dass Maßnahmen zur Ressourceneinsparung nicht ergriffen werden. Voraussetzung für die Nutzung von Effizienzmaßnahmen ist das Bewusstsein über Einsparpotenziale in der Produktion.

Beispielsweise ermöglicht die Verwendung eines zertifizierten Energiemanagementsystems nach ISO 50001 die Identifizierung von Energieeinsparpotenzialen. Zur Generierung der notwendigen Informationsbasis potenzieller Materialeinsparungen in der Produktion können zertifizierte Umweltkennzahlensysteme nach ISO 14031 einen Beitrag leisten. Genauso wichtig ist die Betrachtung finanzieller Aspekte, wie der notwendigen Investitionen, Folgekosten und Kosteneinsparungen, um das finanzielle Risiko zu bewerten. Die Nutzung von Lebenszykluskostenmodellen, wie dem Total Cost of Ownership
Ansatz (TCO), kann zu solch einer Bewertung eingesetzt werden, da Energie- und Materialkosten einbezogen
werden.

Für die Verbreitung von Effizienzmaßnahmen spielt der Einsatz von Managementinstrumenten eine entscheidende Rolle. Dies lässt sich am besten durch eine Gegenüberstellung derjenigen Betriebe zeigen, die solche Instrumente einsetzen und denen, die keine dieser Instrumente nutzen: 74% der Betriebe, die ein Energiemanagement gemäß ISO 50001 einsetzen, nutzen auch technische Energieeffizienzmaßnahmen in ihrer Produktion. Demgegenüber wenden Betriebe ohne Energiemanagementsysteme lediglich zu 38% technische Energieeffizienzmaßnahmen im Produktionsprozess an. Bei der Investitionsbewertung mit Hilfe von TCO ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier setzen 62% der Betriebe, die diese Investitionsbewertung durchführen, Energieeffizienzmaßnahmen ein, wobei nur 37% derjenigen Betriebe dies tun, die keine TCO-Investitionsbewertung vornehmen.

Managementsysteme bilden die Grundlage für zielgerichtete Material- und Energieeffizienzmaßnahmen.

Kofler Energies AG entwickelt und realisiert Projekte zur Steigerung der Effizienz und Effektivität technischer Systeme unter Anwendung von Engineering-Knowhow. Engineering bedeutet das Ergreifen aller Maßnahmen zur erfolgreichen Projektrealisierung und das beinhaltet, als ersten Schritt die organisatorische und technische Implementierung von Managementinstrumenten. mehr erfahren>>>